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# Pressemitteilung: Berlins größte Sammelaktion für Althandys startet im Rahmen des Looptopia Festivals

26 Oct 2026·3 min read

Stefan de LindeFounder & CEO

Im Rahmen des [Looptopia-Festivals](https://looptopia.circular.berlin/) und der [Zero-Waste-Aktionswochen](https://www.zerowaste-aktionswochen.de/de) veranstalten Minimise, Circular Berlin und Repair Circle vom 1\. bis 14\. November die bisher größte stadtweite Sammelaktion für alte Handys und Smartphones. Ziel der Initiative ist es, ungenutzte Geräte aus Berliner Haushalten wieder in den Wirtschaftskreislauf zurückzuführen, entweder durch eine Wiederaufbereitung oder durch das Recycling der enthaltenen Rohstoffe in Deutschland.

An der zweiwöchigen Aktion beteiligen sich 29 Standorte in Berlin. Dazu gehören unter anderem das Umweltbundesamt, Vinted sowie Ecosia. Da sich etliche Sammelboxen an Arbeitsplätzen in nicht öffentlich zugänglichen Firmen- und Behördengebäuden befinden, können Bürgerinnen und Bürger ihre Geräte an den öffentlichen Sammelpunkten abgeben. Eine aktuelle Übersicht dieser Standorte ist online verfügbar: <https://repaircircle.eu/en/collection-drives/looptopia>

#### Zentrale Fakten zur Aktion

* In den aufgestellten Boxen werden ausschließlich intakte Mobiltelefone und Smartphones zur Wiederaufbereitung oder zum Recycling angenommen.
* Andere ausgemusterte Kleingeräte bis zur Größe einer Mikrowelle können am 14\. November an einem Pop-up-Stand auf einem noch bekannt zu gebenden Berliner Flohmarkt abgegeben werden.
* [Minimise](https://minimise.today/) gleicht jedes gesammelte Kilogramm eins zu eins aus, indem dieselbe Menge Elektroschrott in Entwicklungsländern gesammelt und recycelt wird.
* Sämtliche Verkaufserlöse aus wiederaufbereiteten Geräten gehen als Spende an ein Partnerprojekt des INKOTA-Netzwerks in [Sierra Leone](https://www.inkota.de/projekte/projekt-sierra-leone).
* Nach Abschluss der Aktion werden die Gesamtzahl der Geräte sowie die Quoten für Wiederverwendung und Recycling veröffentlicht.

#### Beteiligte Partnerorganisationen

Die Aktion stützt sich auf die Zusammenarbeit lokaler Akteure. Der gemeinnützige Verein [Circular Berlin](https://circular.berlin/) treibt die Transformation zur Kreislaufwirtschaft in der Stadt voran und richtet das übergeordnete Looptopia-Festival aus. [Repair Circle](https://repaircircle.eu/) unterstützt Betriebe und Privatpersonen dabei, elektronische Geräte durch Reparatur länger zu nutzen, und arbeitet dafür mit regionalen Werkstätten zusammen. Die Menschenrechtsorganisation [INKOTA](https://www.inkota.de/) koordiniert die dauerhafte [Handysammelaktion Berlin-Brandenburg](https://www.inkota.de/themen/rohstoffe-bergbau/handyaktion-berlin-brandenburg) und setzt die Erlöse für Partnerprojekte in Sierra Leone ein, die betroffene Gemeinschaften im Umfeld des Rohstoffabbaus stärken. Das Remarketing-Unternehmen [JuRec-IT](https://jurec-it.de/) übernimmt über das Sammelsystem [Freddy Datenfresser](https://freddy-datenfresser.de/) die technische Prüfung, eine zertifizierte Datenlöschung nach ISO-Standards und das anschließende Recycling unbrauchbarer Geräte in Deutschland.

Minimise ist ein Berliner Startup mit Schwerpunkt auf der Kompensation von Elektroschrott und der erweiterten Herstellerverantwortung. Das Unternehmen organisiert die Rückholung und das Recycling von Elektronikaltgeräten in Regionen ohne formelle Entsorgungsinfrastruktur. Über diesen Ausgleich wird für jedes in Berlin erfasste Kilogramm an Telefonen ein Kilogramm Elektroschrott vor Ort gesammelt und verarbeitet, um Umwelt- und Gesundheitsschäden durch unsachgemäße Behandlung zu verringern.

#### Das Problem des Elektroschrotts

Allein in Berlin lagern derzeit geschätzt 14 Millionen alte Mobiltelefone ungenutzt in den Schubladen privater Haushalte. Diese Altgeräte binden erhebliche Mengen kritischer Metalle wie Kobalt, Lithium und Seltene Erden, deren Abbau unter hohem Energieaufwand geschieht und Ökosysteme belastet. Laut dem Global E-waste Monitor werden weltweit lediglich rund 22 Prozent des Elektroschrotts über offizielle Wege erfasst und recycelt. Der überwiegende Teil landet auf Deponien oder in informellen Recyclingkreisläufen in Entwicklungsländern, wo Menschen Drähte abbrennen oder Säurebäder nutzen, um Metalle freizulegen. Ohne Schutzmaßnahmen führt diese Praxis zu schweren Umweltbelastungen und setzt die Arbeitskräfte gefährlichen Schadstoffen wie Blei und Quecksilber aus.

Zusätzlich gewinnt die Rückgewinnung kritischer Rohstoffe angesichts geopolitischer Spannungen an Dringlichkeit. Die anhaltende Abhängigkeit vom Primärbergbau bei gleichzeitigem Verlust wertvoller Sekundärrohstoffe im Abfall verlangt längere Nutzungsdauern und höhere Recyclingraten. Der europäische Critical Raw Materials Act unterstreicht diese Notwendigkeit, um strategische Abhängigkeiten abzubauen und Rohstoffkreisläufe widerstandsfähiger aufzustellen.

#### Hinweise für Redaktionen

Medienvertreterinnen und Medienvertreter können Sammelstellen vor Ort besuchen und Interviews mit den beteiligten Teams von Minimise, Circular Berlin, Repair Circle und INKOTA sowie den teilnehmenden Einrichtungen führen.

**Pressekontakt:**

Stefan de Linde, Minimise  
[hello@minimise.today](mailto:hello@minimise.today)

  